Neues Sachwalterrecht stellt Selbstbestimmung Betroffener in den Mittelpunkt
Retzer Justizgespräche: Michaela Steinacker lobt beispielhafte Konzepterarbeitung durch Justizministerium

„Das neue Sachwalterrecht gibt dem Erwachsenenschutz eine völlig neue Ausrichtung, weil es die Bedürfnisse der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt“, erklärte ÖVP-Justizsprecherin Michaela Steinacker zum neu vorgelegten Erwachsenschutzgesetz bei den Ersten Retzer Justizgesprächen.

„Für jede Situation soll die bestmögliche Lösung gefunden werden, um den Betroffenen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Handeln zu ermöglichen und ihre Autonomie nur auf das absolut notwendige Maß zu beschränken“, so die ÖVP-Justizsprecherin.

Als „beispielhaft“ bezeichnet sie die Konzept-Erarbeitung zum neuen Erwachsenenschutzgesetz unter anderem von Hon.-Prof. Dr. Georg Kathrein, dem zuständigen Sektionsschef im Justizministerium, durch Einbeziehung aller Beteiligten. Nicht nur Vertreter der Rechtsberufe haben mitgearbeitet, sondern auch Behinderteneinrichtungen, Seniorenvertreter, Sachwaltervereine, Volksanwaltschaft und vor allem Angehörige von Betroffenen.

Die Ersten Retzer Justizgespräche unter Federführung von RA Mag. Heribert Donnerbauer leisteten einen wichtigen Beitrag für einen Prozess auf Höhe der Zeit zur Mitgestaltung von Gesetzen und für einen breiten Dialog zwischen Gesetzgebung und Praxis.

Bild: v.l.n.r.
SC Hon.-Prof. Dr. Georg Kathrein
Abg.z.NR Mag. Michaela Steinacker
RA Mag. Heribert Donnerbauer